Weihnachtsgeschichte 2017

Ich wünsche Ihnen genussvolle Weihnachtstage
und ein glückliches neues Jahr!

 

Wolfgang Buhr

 

 

 

 

 

 

Bescherung im Kopf

André Anwar

Warum ruft Weihnachten bei manchen Menschen Begeisterung hervor und bei anderen nicht?

Lange haben Forscher nach ihm gesucht, jetzt wurde er endlich gefunden: der Geist der Weihnacht.
Davon jedenfalls sind dänische Wissenschaftler überzeugt, die ihre Ergebnisse im renommierten
British Medical Journal veröffentlicht haben. Im Gehirn soll es eine Region geben, die reagiert, wenn
Menschen Dinge sehen, die sie mit Weihnachten verbinden – etwa Weihnachtsbäume, Adventskerzen
und Schnee.
Bei der dänischen Studie wurden zwei Versuchsgruppen mit je zehn Teilnehmern untersucht. Die eine
bestand aus bekennenden Weihnachtsenthusiasten, die vor allem Positives mit dem Fest verbinden.
Die zweite Gruppe bildeten Weihnachtsmuffel, denen die besinnlichen Dezembertage stets ein Graus
sind.
Die Gehirne der Teilnehmer beider Gruppen wurden am Kopenhagener Rikshospitalen
(Reichskrankenhaus) mittels Magnetresonanz (MR) gemessen, während sie sich Fotos mit normalen
und mit weihnachtlichen Motiven anschauten. Bei den Weihnachtsenthusiasten leuchteten fünf
Flimgebiete im Zusammenspiel überraschend klar auf. Dabei konnten Reaktionen im Scheitellappen
registriert werden, die unter vielem anderen mit Spiritualität wie auch der Erkennung von
emotionalen Gesichtsaus drücken verbunden sind. Etwas überraschend konnten auch im linken
Frontlappen, der unter anderem unsere körperlichen Bewegungen kontrolliert, Reaktionen gemessen
werden.
Es sei also nicht ein Ort allein, der den Weihnachtsgeist lebendig werden lässt, sondern ein definiertes
Netzwerk, das bei allen Weihnachtsliebhabern gleich anschlug, so die Forscher. Bei den
Weihnachtsmuffeln rührte sich, in diesen Hirnregionen hingegen nichts.
Die Wissenschaftler glauben, dass man in Zukunft vielleicht sogar Weihnachtsmuffel heilen könnte.
Im Fachmagazin schreiben sie selbstbewusst: „Die akkurate Ortung des Weihnachtsgeistes ist ein
überragender erster Schritt, um dieser Gruppe von Patienten helfen zu können.“ Man könne die Orte,
die die Weihnachtsstimmung ausmachen, zumindest theoretisch stimulieren, so Weihnachtsmuffel
heilen und ihnen zu einem schönen Weihnachtsfest verhelfen.

 

By :
Comments : Off